Ausbildung zum/r staatlich geprüften Desinfektor/in
(auch als Abendkurse )

Potenziell pathogene Mikroorganismen sind fast überall präsent, ob in Krankenhäusern, in ambulanten medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen oder im privaten- und Freizeitbereich. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Infektionskrankheiten sowie der multiresistenten Keime ständig steigt. Infolgedessen wurden gesetzliche Vorschriften zur Hygiene und Infektionsprävention erweitert bzw. neu erlassen, da nur die konsequente Anwendung von Desinfektions- und Hygienemaßnahmen hilft, Mikroorganismen abzutöten oder zu inaktivieren. In diesem Kontext nimmt die Berufsgruppe der Desinfektoren bzw. Desinfektorinnen eine exponierte Stellung ein.

Maßnahmenummer: 922/32/16


Ausbildungsinhalte (Übersicht)

  • Berufskunde, Tätigkeitsfelder Desinfektor/Desinfektorin
  • Erste Hilfe / Unfallverhütung
  • Desinfektion und Sterilisation
  • Rechts- und Verwaltungskunde
  • Mikrobiologische Grundlagen
  • Hygienepläne
  • Praktische Übungen
  • Grundlagen der Infektionslehre und Epidemiologie
  • Desinfizierende Reinigung
  • Schädlingskunde und -bekämpfung
  • Arbeitsmittel / Arbeitsschutz

DAUER: 3 Monate


Grundsätzlich bestehen verschiedene Optionen zur Förderung/ Finanzierung Ihrer Ausbildung:

  • Arbeitsagentur/ Arbeitsgemeinschaft via Bildungsgutschein
  • Berufsförderungsdienst der Bundeswehr
  • Begabtenförderung
  • Ratenzahlung über unsere Hausbank
  • „kfw-Förderbank“ mithilfe des Bildungskredites
  • Bildungsprämie

Ebenso sind viele unserer Schulungen für den Bildungsurlaub anerkannt.
Die Bewilligung einer der genannten Förderungen hängt natürlich von Ihrer Person und den dazu individuellen Voraussetzungen ab.
Am besten wenden Sie sich in einem persönlichen Gespräch an einen Mitarbeiter der zuständigen Stelle.

Der Desinfektor bzw. die Desinfektorin

  • sind Ansprechpartner in allen Belangen professioneller Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen.
  • helfen Hygienemaßnahmen richtig einzusetzen, um die Sicherheit für Patienten und Anwender wesentlich zu erhöhen, und somit die Gesundheit langfristig zu schützen.
  • optimieren Arbeitsabläufe und verwirklichen ein umweltfreundliches, kostengünstiges Hygienemanagement.
  • helfen bei der Dokumentation für Medizinprodukte und Hygienemaßnahmen.
  • erstellen den Erfordernissen entsprechend spezifische Hygienepläne sowie Arbeits- und Verfahrensanweisungen.
  • beraten auf Grundlage gesetzlicher Bestimmungen und den spezifischen Anforderungen folgend über Produkte im Rahmen von Hygiene-und Desinfektionsmaßnahmen.
  • führen auf Anordnung von Amtsärzten/-ärztinnen Desinfektions- und Entwesungsarbeiten bei meldepflichtigen Krankheiten durch.
  • bekämpfen bereits ausgebrochene Infektionskrankheiten.
  • führen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in Infektionseinheiten durch.
  • kontrollieren, z.B. in Gemeinschaftseinrichtungen, ob Anzeichen für Ratten- oder Mäusebefall oder andere tierische Schädlinge vorliegen.
  • reinigen und desinfizieren Operations- und Intensiveinheiten in Krankenhäusern und führen in Pflegestationen, Labor- und Versuchseinheiten Desinfektionen durch.
  • arbeiten in Fachgremien z.B. Hygienekommission mit.
  • führen allgemein Desinfektionsmaßnahmen durch und berücksichtigen dabei
    • ein adäquates Umweltmanagement.
    • die Auswahl eingesetzter Mittel und Verfahren unter Beachtung der erforderlichen Wirkungsspektren in den individuellen Risikobereichen
    • Faktoren wie Wirkstoffklasse, Materialverträglichkeit, Anwendungskonzentration, Einwirkzeit, Wirtschaftlichkeit und vieles mehr.

Der Desinfektor bzw. die Desinfektorin arbeiten nach der Ausbildung z.B.

  • in Krankenhäusern, Kliniken, Alten- und Pflegeheimen,
  • bei Gebäudeserviceunternehmen,
  • im Rettungsdienst,
  • in Gewerbeaufsichtsämtern und öffentlichen Gesundheitsdienst,
  • im Auftrag in Gemeinschaftsunterkünften für Erwachsene (Asylbewerber, Spätaussiedler, Flüchtlinge und Obdachlose),
  • in Justizvollzugsanstalten,
  • im Auftrag von öffentlichen Stellen oder auch von Privatkunden,
  • in der Pharma- und Lebensmittelindustrie,
  • im veterinärmedizinischen Bereich (Schlachthöfen, Tierunterkünften usw.),
  • im Umweltbereich (Gewässer, Abwasseranlagen, Abfall-, Schuttplätze u.v.m.).

Das Ausbildungsziel ist nach §1 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Desinfektoren folgend definiert:

„Die Ausbildung soll den Lehrgangsteilnehmer befähigen, im Gesundheitsdienst im Rahmen der Seuchenbekämpfung insbesondere auf folgenden Gebieten mitzuwirken:

  • Ermittlung, Feststellung und Bekämpfung tierischer Schädlinge, die für die menschliche Gesundheit Bedeutung haben,
  • Desinfektion und Entwesung von Räumen und Gegenständen,
  • spezielle Maßnahmen der Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten bei Menschen und Tieren.”

Die Desinfektoren-Ausbildung soll Personen durch Vermittlung qualifizierter Kenntnisse und Verhaltensweisen, insbesondere praktischer Fertigkeiten, in die Lage versetzen, Desinfektions-, Sterilisations- und Schädlingsermittlungsmaßnahmen durchzuführen, zu überwachen und beratend sowie kontrollierend bei infektions-prophylaktischen Maßnahmen mitzuwirken.

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